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Welche Alphorn Töne kann ich spielen?


Mein erstes Alphorn war ein Mietalphorn. Meine Frau hat mir dieses Alphorn als Weihnachtsgeschenk organisiert. Ich konnte schnell einige Töne spielen. Vor fast 45 Jahren hatte ich ja mal ein weinig Trompetenunterricht. Auch eine Alphornschule stand mir zur Verfügung. Ich sah mir die Übungen in der Alphorn Schule fragend an.

Was mir fehlte war das Wissen, welche Töne ich aktuell spielen konnte. Und welche Tonlage die Töne hatten - also wo ich diese im Notenblatt zu notieren hätte.

 

Ich wusste damals auch nicht, dass ich ein Alphorn der Stimmung Fis/Ges in der Hand hielt. Heute kann ich das leicht herausfinden:

  • Ein Alphorn mit der Stimmung Fis/Ges hat ohne Mundstück die Länge von 3,44 Meter
  • Ein Alphorn der Stimmung F hat eine Länge von 3,61 Meter

Nun zurück zur Frage welche Töne ich spielen konnte. Der tiefste Ton, welchen die meisten Alphornisten spielen können, ist das Bas C.

Der nächste Ton ist das Bass g und dann kommt das das eingestrichene c (c'). In der Skala oben sind dies die Töne 2, 3 und 4.

Den tiefsten Ton (1) kann fast kein Alphorn Spieler brummen lassen!

 

Ein weiters Problem hatte ich damit, mir ein Bild zu verschaffen, welche Töne ein Alphorn überhaupt spielen kann. Teilweise verwirrten mich Notenskalen mit den Darstellungen der Naturtonreihe mehr als sie mir in diesem Moment halfen. Einige dieser Skalen verstehe ich heute noch nicht. Die obige Darstellung finde ich gut. Auch die Frage, wie der schiefe Ton heisst, den ich spielen konnte, brannte unter den Nägeln. Heute weiss ich, dass es der siebte Ton war - nämlich das B.

 

Im resunar Alphorn Blog habe ich eine Sound-Datei veröffentlicht: Hier spielt eine Profi- Alphornmusiker die Alphorn Naturtöne auf dem resunar Alphorn Titlis. Das besondere an dieser Hörprobe ist der unterste Ton (1). Diesen Ton können nur ganz wenige Alphorn Spieler erklingen lassen. Dann folgen weitere 13 Töne. Der erste Ton dieser Sounddatei ist also das Tiefe c (1). Das ist der Grundton, der zweite Ton ist das Bass c (2). Dieser Ton liegt ein ganze Oktave höher.  Er hat die doppelte Frequenz vom Grundton. Zu den Frequenzen und Wellenlängen mehr in einem anderen Beitrag. Dann folgt Bass g (3),  dann das eingestrichene c (c', Ton 4) – Ich habe schon gelesen, dass dieses c, als Grundton bezeichnet wird.

Dieser Idee kann ich etwas abgewinnen: Nicht aus physikalischer Sicht sondern als Orientierung beim Anstimmen eines Liedes ist mir diese Idee hilfreich. Viele Alphornstücke beginnen mit c'. Ich weiss, dass ich von hier aus noch zwei tiefere Töne erreiche. Ab dem eingestrichenen c' geht es weiter mit dem eingestrichenen e’ (5) , dem g’ (6). Auch mit diesem g’ beginnen sehr viele Alphornstücke. Ausgehend von ton c’ finde ich den Ton e' und den Ton g’ leicht, indem ich einen oder zwei Töne hoch gehe. Auch deshalb ist das eingestrichene c' auch mein persönlicher Basiston geworden. Nach dem g’ folgt der erste “schiefe” Ton: Nämlich das b als siebter Ton (7). Dan folgt das zweigestrichene c (c'', Ton 8). Der nächste Ton ist das d’’ (9), das e’’ (10). Das viel zitierte Alphorn Fa / f’’ (11) folgt als nächster Ton. Dann das zweigestrichene g (g", Ton 12), es folgt das zweigestrichene a’ (a", Ton 13), das zweigestrichene b (b’’, Ton 14),  das h’’ (Ton 15),  und als letzten Ton das drei gestrichene c (c’’’, Ton 16).

 

Ich habe ziemlich viele  Bilder von Naturtonreihen gefunden, welche mit der Nummerierung beim beim zweiten Ton beginnen. Das liegt vermutlich daran, dass fast kein Alphornspieler diesen aller tiefsten Ton spielen kann und dieser Ton entsprechend in Alphorn Musikstücken nicht vorkommt.  Dieser Ton wird vermutlich deshalb in der Literatur oft weggelassen. Dies hat mich anfänglich verwirrt. Ich wusste nicht welche Skalen stimmten.

 

Diese Fragen haben sich bei mir anlässlich der ersten Alphornunterrichtsstunde jedoch geklärt.

Ab dann wusste ich, welches das eingestrichene c (c', Ton 4) ist und welchen Tonumfang ich spielen konnte. Ich wusste auch, das es vom c’ noch zwei tiefere Töne gab, die ich spielen konnte, und merkte bald, dass es es ab dem c’’ sehr anspruchsvoll werden wird.

Ab dann hatte ich also einen Alphorn Plan im Kopf. Ich wusste jetzt, welche Naturtöne überhaupt mit dem Alphorn gespielt werden konnten und welche Töne ich davon selber schon spielen konnte und wie diese im Notblatz notiert sind.  Für mich war das wichtig. Entsprechend konnte ich nun geeignete Übungen in der Alphornschule finden und Musikstücke üben, welche betreffend Tonhöhenspektrum für mich geeignet waren.

 

Noch ein Ratschlag: Um schnell Sicherheit mit den Tonhöhen zu erlangen, hilft ein Alphorn Tuner.  Mit diesem Gerät wird das Alphorn Musikgehör geschult. Jeder Ton wird vom Gerät korrekt ermittelt und angezeigt. So kann jede kleinste Unsicherheit sofort vermieden werden. Die Töne können so schell gelernt und ins musikalische Alphorn Gedächnis eingeprägt werden. Mit Hilfe eines Tuners fällt es schnell immer leichter, die Töne genau zu treffen. Solche Tuner werden im resunar Alphorn Shop zu sehr günstigen Preisen angeboten. Nutzen sie dieses Hilfsmittel!

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Kommentare: 1
  • #1

    Lingenhag Hans Peter (Donnerstag, 01 März 2018 15:49)

    Grüss Gott! Ihr schreibt, dass ihr im moment keine Okasion-alphörner besitzt. Ich hätte eines: 2 teilig jahrgang 1955 hergestellt von Robert Christen aus Hergiswil.
    Ich kaufte das von einem Alten Bauern, für einen "Kollegen" und der wollte es dann doch nicht, ich würde es für 1000,- Fr. verkaufen. Bin auf einen Bescheid so oder so Dankbar. meine Adresse: hp.lingenhag@gmail.com Tel. 079/281 06 58 Danke!